jahresmix07


JAHRESMIX 2007

DEZEMBER   

 

DREI TAGE NOCH…

 

Drei Tage noch, drei Kerzen brennen.

Dann ist das alte Jahr vorbei.

Nun wird auch nichts mehr glücken.

Ob es sich lohnt, einmal zurück zu blicken?

 

Ich schau lieber nach vorne.

Denn ohne Frag

Hat jeder Tag seine eigene Plag.

Aber auch Freude, und die suche ich.

Stets ausgewogen ist das beste für mich.

Und auch für DICH?

 

C.W.

 

Die Weihnacht liebt Bescheidenheit.

Wir haben sie verlernt.

Vielleicht hat sich die stille Zeit

so nach und nach entfernt.

 

Die Weihnacht liebt Bescheidenheit.

Das darf man nie vergessen.

Ein kleines Licht, das Wärme gibt.

auch ein bescheid’nes Essen.

 

Die Weihnacht liebt Bescheidenheit.

Daran muss man stets denken.

Das wird mir immer mehr bewusst.

Du musst dein Herz mit schenken. 

© C.W.

Die Weihnachtszeit ist laut geworden.

Zu hell, zu schrill, zu bunt.

Wer hat noch Ohren in der Zeit

für Engels frohe Kund?

 

Die stille Freud’ kommt nur ins Herz

nimmst du dir Zeit dafür.

Wenn du an Menschen liebvoll denkst

und öffnest Herzenstür.

 

Dann spürt man in der Weihnachtszeit,

egal, ob alt, ob jung.

Die Wärme strömt von Herz zu Herz

und weckt Begeisterung.

© C.W.

 

NOVEMBER  07 

Wärme und Geborgenheit

 

Wer wünscht sich das nicht? Der Mensch ist immer auf der Suche danach.

Schon das kleine Kind will die Wärme der Mutter spüren. In den Armen fühlt es sich geborgen. Da kann es am besten einschlafen.

 

Wärme tut dem Körper und der Seele gut, ja der Mensch fühlt sich wohl dabei.

Mit der Geborgenheit ist es ähnlich. Es ist ein gutes Gefühl, ein Gefühl, nicht alleine zu sein. Großes Vertrauen spielt da eine Rolle.

Geborgen kann ich mich nur bei einem Menschen fühlen, der es ehrlich mit mir meint, der bereit ist, für mich etwas zu tun, der Interesse an meinem Wohlbefinden hat.

Sich in Gott geborgen zu fühlen, ist eine große Stütze im Leben. ER enttäuscht nicht.

 

Von einem Partner erwartet man Wärme und Geborgenheit. Sonst würde man nicht heiraten. Wie oft wird Wärme mit Sex verwechselt.

Das hat fatale Folgen. Bald wird erkannt, dass in der Beziehung etwas ganz Wichtiges fehlt. Und wie könnte sie dann ein Leben lang halten?

 

Sex ist vergleichbar mit einem Strohfeuer. Es verbrennt sehr schnell und dann geht es aus.

Wärme dagegen hält an, brennt langsam, aber ist immer zu spüren.

Daraus entsteht auch das Gefühl der Geborgenheit.

Wenn es mir nicht gut geht, kann ich am besten erkennen, ob der Partner bereit ist, etwas zu tun, um zu helfen, gut zuzureden, Hoffnung zu verbreiten, ja alles, was mir im Moment helfen könnte.

Er bemüht sich.

Er macht sich nicht aus dem Staub und denkt sich: Das geht schon wieder vorbei....

Eine Ehe, in denen gegenseitig Wärme und Geborgenheit empfunden wird, hat sicher Bestand.

 

Und wie ist es im Alter, wenn es den Partner nicht mehr gibt?

Wo holt sich dann der Mensch die nötige Wärme?

Er ist nicht mehr so anspruchsvoll, das heißt aber nicht, dass er ohne  Wärme leben kann. Er ist auf der Suche nach einem Mensch, der ihm gut tut. Er freut sich darüber, wenn er sich nett unterhalten kann, wenn er freundlich gegrüßt wird, wenn ihm ein Lächeln geschenkt wird. Wenn die Kinder sich ein wenig um ihn kümmern.

Er wird bescheiden.

Jüngere verstehen das vielleicht nicht. Sie sind durch viele Dinge abgelenkt und haben den Wert noch nicht erkannt.

Sie stürzen sich ins Vergnügen, manche haben einen Kaufrausch,

verreisen mehrmals im Jahr, ja, sie wollen etwas erleben.

Versteckt sich darin nicht der Wunsch nach Wärme und Geborgenheit? Ich sehe es als eine Ersatzbefriedigung.

 

Bemühen wir uns, Wärme auszustrahlen. Dann wird es auch wärmer in der Welt, in der wir leben.

 C.W.

 

OMA MACHT SICH AUF DIE SOCKEN

 

Letzte warme Strahlen locken.

Oma hält es drin nicht aus.

Schlüpft ganz flink in ihre Socken.

Und schon ist sie aus dem Haus.

 

Noch den Schal, die Luft ist kühl.

Handtasche nur nicht vergessen.

Stürzt sich sonntags ins Gewühl.

Hab’ ich denn schon was gegessen?

 

Kein Problem, die Speisen locken.

Oma macht sich auf die Socken.

Rindsroulade, Nudeln fein,

und ein Glaserl roten Wein.

 

Würde ein Kaffee sie locken?

Oma macht sich auf die Socken.

Apfelstrudel eine Wucht,

sich im Bauch ein Platzerl sucht.

 

Oma ist rundum zufrieden,

denkt mal kurz an ihre Lieben.

 © C.W.

HERBSTBLÄTTER

  

Ein Ahorn, Buchen, Eichenblatt.

Liegen vergnügt im Wasserbett.

Das Schaukeln macht doch großen Spaß.

Das finden sie besonders nett.

 

Sie gehen auf die Reise.

Wohin? Das nehmen sie in Kauf.

Sie schwimmen hurtig nun davon.

Den Weg bestimmt des Flusses Lauf.

 

Noch sind sie eng zusammen.

Der Wind, er bläst sie fort.

Er treibt sie auseinander.

Jedes an einen andern Ort.

C.W.

 

 

Heute kauf ihr mir den Hut.

Gelb erinnert mich an Sonne.

Grau ist’s draußen, Nebeldunst.

Ach, es ist gar keine Wonne.

 

Und so hab ich das Gefühl,

Sonne scheint auf meinen Kopf,

wenn ich dieses Hutgebilde,

das so aussieht wie ein Topf

 

Heute mal spazieren trage.

Zieht so manche Blicke an.

Gesichter werden freundlicher.

Was der Hut so alles kann. 

C.W.

 

OKTOBER  07 

 

AM SEE 

Am See war es heut wunderschön.

Der Herbst zeigt sein Gesicht.

Die Sonne wärmt mir das Genick.

Der See in Herbstes Licht.

 

Die Bäume sind so zauberhaft.

Rot Gold erstrahlt ein Baum.

Ich hebe ein paar Blätter auf.

Schmücke damit den Raum. 

C.W.

 

 

APFELSTRUDEL

 

Hab mich so daran gewöhnt

An den guten Apfelstrudel.

Geht es lange noch so weiter,

gleiche ich bald einer Nudel.

 

Sahne lasse ich schon weg

Und auch die Vanillesoß.

Ist ein High Light jeden Tag.

Im Kaffeehaus ist was los.

 

Babys, Mittelalter, Greise...

Allen scheint es zu gefallen.

Freundlich lächelt die Bedienung.

Ist die Schlankste von uns allen.

C.W.

LUSTIG SEIN....

 

Soll ich heut Grimassen schneiden?

Lustig soll ich heute sein?

Doch es fällt mit bestem Willen

Mir nichts derartiges ein.

 

Kann mir einen Hut aufsetzen.

Ein besonderes Exemplar.

Dazu eine alte Jacke.

Kurze Hose, ist doch klar.

 

Wenn du dann nicht lachen kannst,

werd’ ich dir nen Witz erzählen.

Doch das kann ich gar nicht  gut.

Damit will ich dich nicht quälen.

 

Lustig sein zu seiner Zeit.

Lass mich einfach, wie ich bin.

Denn nur so fühl ich mich wohl.

Eine kleine Träumerin.

C.W.

 

OKTOBERMARKT IN GMUNDEN

 

Eine Auswahl riesengroß.

Farben lassen mich nicht los.

Früchte, nur die schönen.

Sollen uns verwöhnen.

So deier, deier, deier

Sind nicht nur frische Eier.

 

Kleine rote Preiselbeeren

Lachen mich besonders an.

Weiß ich doch, wie gut,

Selbstgemachtes schmecken kann.

Ach deier, deier, deier,

sind nicht nur frische Eier.

 

Zwetschen aus der Steiermark.

Zuckersüß steht dran..

Kleine, große und die Pflaumen

Kitzeln mir gerad’ den Gaumen.

Aber deier, deier, deier

Sind nicht nur frische Eier.

 

Pfifferlinge leuchten goldgelb

Von der Sonne angestrahlt.

Werde schwach und kauf ein Pfund.

Meine Augen werden rund.

Denn so deier, deier, deier

Sind nicht nur frische Eier.

C.W.

 

SEPTEMBER  07

 

TRAURIG BIN ICH

 

Traurig bin ich, da gegangen,

lieber Mensch für immer fort.

Hanna, eine alte Freundin,

weilt nun fern im Totenort.

 

Eine Stimme sagt mir aber:

Sei nicht traurig, mir geht’s gut.

Spüre keine Schmerzen mehr.

Brauche keinen Lebensmut.

 

Bin dir nur vorausgegangen.

Einen Weg, den jeder geht.

Denk zurück an frohe Stunden,

wo der Wind uns hat geweht.

 

Wir beim Segeln, du mit Mütze,

die dann plötzlich lag im See.

Urlaubsfreuden, wir vergaßen

unser ganzes Erdenweh.

 

Traurig bin ich, da gegangen,

lieber Mensch für immer fort.

Hanna, eine alte Freundin,

weilt nun fern im Totenort.

 

       © C.W.

 

 

SONNTAG 

 

Schläfrig wirkt der Sonntag Morgen.

Ruhe strahlt der Garten aus.

Und ich gehe, auch noch müde.

Zu den Blumen, die am Haus.

 

Blüten sind teils noch geschlossen,

weil die Sonne sich versteckt.

Werden keinen Kuss empfangen,

heute nicht zärtlich geweckt. 

© C.W.

 

HERBSTANFANG

Wie nass das Gras.
Auf Blättern perlen Tropfen,
Man hört den Herbst schon an die Türe klopfen.
Ich lass ihn noch nicht ein.
Will nicht im Zimmer sein.

Es ist zwar kalt, doch schön.
Und überall kann man den Herbst schon sehn.
Die letzten Sonnenstrahlen,
erwärmen, Gott sei Dank.
Ich lass die dicke Jacke noch im Schrank.

© C.W.



SOMMER KÖNIGIN

Zog den Rosenduft voll Wehmut
tief in meine Nase ein.
Streichelte die samten Blätter.
Rose, Herzensblume mein.

Beim Betrachten dieser Rosen
kam mir plötzlich in den Sinn.
War vielleicht das Abschiedsstrauß
dieser Sommer Königin.

© C.W.

 

 

LANGSAM....


Kommen alle in die Jahre,
wo man langsam rückwärts blickt.
Lebensschiff ist noch am Fahren.
Wird gesteuert ganz geschickt.

Wünsche euch noch gute Zeiten
mit viel Freude, ohne Hast.
Rückblick soll euch Freude machen.
Schweres mit der Zeit verblasst.

C.W.

 

 

TORTENTRAUM

Eine schöner als die andere.
Jede schmeckt, man glaubt es kaum.
Und so wurd aus Zucker, Sahne,
Schoko, Nuss - ein Tortentraum.

Möchtest du denn auch probieren?
Komm, wir teilen jedes Stück.
Du ein Häppchen, ich ein Häppchen.
Schnell verschwindet Tortenglück.

© C.W.

 

 

SONNTAGSSTILLE

Sonntagsstille in den Straßen.
Alles schläft wohl länger heut’
Ach, wie lieb ist mir die Stille.
Spür dabei besondere Freud.

Gehe kurz hinaus ins Grüne.
Leichtes Frösteln stellt sich ein.
Sonne zeigt sich schon am Himmel.
Sonntagsfreude, oh wie fein.

© C.W.

 

 

AUGUST 07

 

SOMMERTRÄUME

 

Sommerträume sind wie Wolken,

ziehen sehnsuchtsvoll dahin.

Kurz gedacht, und schon verschwunden.

Wechselhaft ist mir der Sinn.

Möchte sie noch lange halten.

Sind mir doch der Freude Glut.

Sie im Leben zu erhalten,

macht mir immer wieder Mut.

C.W.

 

 

ICH SCHAUE

 

Ich schaue aus dem Fenster.

Wie groß die Bäume sind.

So herrlich grün zu schauen.

Bewegen sich im Wind.

 

Eichhörnchen springen hurtig

Blitzschnell von Ast zu Ast.

Man meint, sie hätten’s eilig.

Warum denn diese Hast?

 

Mich freun die kleinen Turner.

Ich schaue lange zu.

Wie niedlich anzuschauen.

In mir kehrt ein die Ruh.

C.W. 

 

JUNGER MORGEN

 

Ich strecke meine Glieder.

Der Morgen ist so jung.

Koche mir einen Tee.

Vielleicht kommt dann der Schwung.

 

Der bleibt heut lange aus.

Der Tee ist viel zu schwach.

Ein Kaffee, der muss her,

damit ich werde wach.

 

Auch der zeigt wenig Wirkung.

Ich döse vor mich hin.

Hör plötzlich Kinderlachen.

Ganz munter wird mein Sinn.

C.W. 

 

HEUTE…..

 

Heute brauche ich die Ruhe,

Ja, mir ist es so danach.

Vor mir Wiese, hinten Berge.

So, wie ich es gerne mag.

 

Schick Gedanken auf die Reise.

über Berge hier, weit fort.

Fang sie ein, sind Urlaubsgrüße.

Landen sicher an dem Ort,

 

wo ein freudig Herze wartet.

Dankbar, liebend nimm sie an.

Hab an Wolken sie gebunden.

Hatte selber Freud’ daran.

C.W.

 

ICH HATTE…..

 

Ich hatte einen schlimmen Traum.

Ich will ihn gar nicht nennen.

Ein Alptraum plagte mich gar sehr.

So viele werden kennen,

 

wenn  man ganz fertig aufgewacht.

Nicht wissend, ob es wahr.

So langsam man dahinter kommt,

es war nur Traum, na klar.

 

Nun ist man froh, dass nichts passiert.

Doch denkt man öfters nach.

Beschäftigt einem lange noch.

Mehrmals sogar am Tag.

C.W.

 

SING NOCH EINMAL…..

 

Sing noch einmal mir das Lied,

das ich so gern gehört.

Sprich noch einmal diese Worte,

die mein Inneres betört.

Zeig noch mal dein liebes Wesen,

das mich damals so entzückt.

Möchte es nie mehr vermissen,

hat es doch mein Herz beglückt.

C.W.

 

GRAUES HAAR

 

Graues Haar will niemand haben.

Werden einfach weggefärbt.

Kommen oft in frühen Jahren,

wenn durch Gene sie vererbt.

 

Dabei sehe ich das Grau

Gern bei anderen Frauen an.

Lästig ist das ständige Färben.

Haaransatz erinnert dran.

 

Graues Haar macht einfach älter.

Sagte der Friseur zu mir.

Soll ich warten bis ich achtzig

Bis das Grau mir eine Zier.

C.W.

 

NIXENREIGEN

 

Leichter, seidner Wolkenschleier

überall wohin ich seh.

Nixen schwimmen einen Regen.

Silbern glänzt ihr Haar im See.

 

Ihre Stunde ist gekommen.

Wollen Menschen baden sehn.

Singen leis das Lied der Wellen.

Zarte, junge Wasserfeen.

 

Winken, lächeln, schwimmen weiter.

Seh ihr Haar im Winde wehn.

Leider sind sie fort geschwommen.

Mangelte wohl am Verstehn.

C.W.

 

TRAUNSEE, TRAUMSEE

 

Das Wasser des Traunsees,

das bild ich mir ein.

Es könnte für mich ein Jungbrunnen sein.

So sauber und frisch,

so klar und so rein.

Mehr Lob fällt mir grade zum Traunsee nicht ein.

Ich seh auf den Grund,

seh die Brocken dort liegen.

Sie sind von der Eiszeit übrig geblieben.

Es zieht mich hinein, die erfrischende Flut.

Und das Jahr für Jahr, es tut mir so gut.

C.W.

 

VOLKSKRANKHEIT

 

Mal im Liegen, dann im Sitzen,

ständig drehen, Vorsicht: Brand.

Handy auf der Badedecke.

Zweifele an dem Verstand.

 

Stundenlang das Handy halten.

Hand und Ohr tun ihr schon weh.

Wechselt ständig beide Seiten.

Eine Sucht, wie ich das seh.

 

Höre alles von der Dame.

weiß, dass sie zum Zahnarzt muss.

Will danach auf eine Party.

Ah, jetzt macht sie endlich Schluss.

 

Steht dann auf und geht ins Wasser.

Wurde ihr dann doch zu heiß.

Leidet an Telefonitis.

Volkskrankheit, so wie ich weiß.

C.W.

 

JULI 07

 

SOMMERPRACHT

 

Sommerblumen, Sommerfarben.

Kann mich gar nicht satt dran sehen.

Hatte sie entdeckt im Garten.

Gestern beim Spazierengehen.

 

Sonnengelb und himmelblau,

Zartes Grün dazwischen.

Schau dir an die Farbenpracht.

Kannst es mit genießen.

 

© C.W.

 

 

ÄHRE IN MEINER HAND

 

Ich ehre sie, die Ähre.

Sie liegt in meiner Hand.

Habe sie nicht gebrochen,

ist bald im Reifestand.

 

Als Kinder mussten wir

auf Feldern ähren lesen.

Das war gar stoppelig.

Kein großer Spaß gewesen.

 

Dann ab zur Dreschmaschine.

Das war vielleicht ein Staub.

Und überall, da piekste es.

Die Angst, man würde taub.

 

Zwei Säcke war der Lohn.

Gefüllt bis an den Rand.

Ich griff hinein ins Volle.

War außer Rand und Band.

 

Ließ dann die Körner rieseln

durch Finger meiner Hand.

Das war ein schön’ Gefühl.

Ist mir noch heut’ bekannt.

 

© C.W.

 

 

JUNI 07

 

SOLL ICH ?

 

Soll ich eine Brücke bauen?

Arbeiten am Verstehen?

So wird es ein wenig leichter,

das, mit dem Entgegen gehen.

 

Soll ich öffnen dieses Tor,
das schon lang verschlossen ist?
Dazu braucht es innere Kraft.
Hilf mir, wenn ein Freund du bist.

 

Soll ich nehmen deine Hand?

Führen dich des Wegs ein Stück?

Nach dem Weg in die Versöhnung

spürst du einen Hauch von Glück.

 

© C.W.

MONTAGSLAUNE

 

Sonne strahlt so hell vom Himmel,

und ich strahle fröhlich mit.

Ist mir gar so wohl ums Herze.

Leicht beschwingt ist auch mein Schritt.

 

Schicke euch ganz liebe Grüße,

denn auch ihr sollt fröhlich sein.

Montagslaune ist mir fremd.

Jeder Tag kann Sonntag sein.

 

© C.W.

 

HIBISCUS

 

Beim Anblick deiner Blüte,

seh ich ein Tanzturnier.

Die schönste aller Frauen,

sie tanzt den Tanz mit Dir.

 

Ihr Kleid verführerisch

wie deine Blütenpracht,

die du geöffnet hast

in einer lauen Nacht.

 

Ihr Rock schwingt blütengleich.

Berauschend jeder Schritt.

Und du wippst voller Anmut

bei jedem Windhauch mit.

 

Der schöne Tanz ist kurz,

So wie dein Blütenstand.

Dein Rot gleitet zu Boden.

Sie hält das Kleid in ihrer Hand.

 

© C.W.

Wenn Engel müde werden 

(einem menschlichen Engel gewidmet)

 

Engel sind für mich Wesen, die auf der Erde leben und anderen in irgend einer Form helfen.

Die Hilfe muss selbstlos sein und aus dem Herzen kommen.

Engel brauchen keinen Anstoß von Fremden, sie wissen wo und wie sie helfen können.

Scheinbar wird ihnen das bei der Geburt eingegeben oder schon vorher etwas eingepflanzt, dass sie zu menschlichen Engeln werden lässt.

Oft flüstert ihnen eine innere Stimme zu: „Da wirst du gebraucht. Geh da hin und  mache dies oder jenes.“

Engel verlangen sich selbst viel ab, und so kommt es natürlich auch vor, dass sie sich manchmal überfordert fühlen.

Schließlich sind sie ganz normale Menschen, deren Körper auch Ruhephasen braucht, Oasen, an denen sie wieder ihren Akku auffüllen können, um ihre zugedachte Aufgabe weiter fort zu führen.

Wenn sie diese nicht haben, dann werden Engel müde.

So kommt es, dass auch sie selbst manchmal Hilfe brauchen.

Oftmals hängen sie ihre Flügel kurz ab, sagen wir: an den Nagel.

Wenn sie sich wieder stark fühlen, nehmen sie ihre Aufgabe gerne wieder wahr. Wenn sie den Zeitpunkt der Überanstrengung versäumen, kann es vorkommen, dass sie ihre Flügel hängen lassen, sie fühlen sich einfach schlapp. Wer kann ihnen wieder auf die Beine helfen?

Sie können sich in diesem Falle Hilfe von „Oben“ holen. Sie müssen sie sich erflehen.

Da passt der Bibeltext:

„Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.“

 Wie erkennt man solche menschlichen Engel?

Engel haben immer ein gutes Wort für ihren Mitmenschen. Sie versuchen, sie stets aufzurichten. Sie sind am Wohl des anderen interessiert. Sie können zuhören.

Engel helfen nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat.

Engel wirken meist im Stillen. Sie prahlen nicht mit ihren guten Tagen. Sie halten sich im Hintergrund.

Du wirst einen Engel nie hinausposaunen hören, was er für andere getan hat. Deshalb wirst du es auch nicht in der Zeitung lesen.

Engel fallen auf, weil sie nicht egoistisch denken und handeln.

Aber auch Engel erkennen schnell ihresgleichen. Zu ihnen fühlen sie sich hingezogen, denn sie spüren die gleiche Wellenlänge oder nennen wir es Flügelschlag?

Solche Engel werden von anderen meist als Mensch mit Helfersyndrom abgestempelt. Das klingt zwar leicht negativ angehaucht, aber einem Engel macht das nichts aus.

Es gibt nicht viele Engel. Ich musste lange überlegen, wer so ein Engel ist. Engel sind kostbar, wenn sie sterben, ist die Erde ärmer geworden.

Möge es sein, dass Engel nie aussterben, dass immer wieder neue geboren werden und anderen Gutes tun.

 

                                                         

 

Hilfsbereitschaft, es gibt sie noch.....

 

Durch das Gedichteschreiben und Veröffentlichen im World Wide Web

lernt man viele gleichgesinnte Menschen kennen.

Da kann es sein, dass sich im Laufe der Zeit, eine Freundschaft entwickelt,

ohne die Leute je gesehen zu haben. Man kennt sie nur von Fotos, eventuell durch nette Kommentare oder durch mails.

So lernte ich vor Jahren eine ältere Dame schätzen, deren Gedichte mich jedes Mal erstaunten. Ich sammelte sie fleißig, und irgendwann hatte ich die Idee, ihr einen kleinen Gedichtsband anzufertigen, um sie zu erfreuen.

Ich schmückte das Büchlein mit passenden Bildern. Es war wirklich gelungen. Wie groß die Freude der alten Dame war, brauche ich nicht zu erwähnen.

Irgendwann telefonierten wir auch ab zu miteinander. Mails gingen wöchentlich hin und her.

Nun haben wir ein gemeinsames Forum, in dem wir täglich unsere neuen Gedichte veröffentlichen. Auch da ist im Laufe der Jahre ein Kreis entstanden, die ins Poesiealbum nicht nur Gedichte verschicken, sondern auch Grüße, Anteilnahme bei freudigen Ereignissen, aber auch bei traurigen.

Wir kennen uns alle durch eine Visitenkarte, die man mit Foto oder auch ohne aufrufen kann.

Nun geschah folgendes:

Ich vermisste am Pfingstsonntag die Gedichtseinträge meiner alten Dame.

„Kann ja mal passieren“, so dachte ich.

Abends versuchte ich sie anzurufen, doch es war immer „BESETZT“.

Da muss der Hörer nicht richtig aufliegen.

Ich schreibe eine mail.

Auch darauf keine Antwort.

Am nächsten Tag schaue ich wieder nach einem Eintrag. Nichts von ihr zu lesen.

Ich rufe wieder an. Immer noch BESETZT.

Ich mache mir Sorgen. Die Dame wohnt ganz allein in einer Wohnung, wird zwar von einem Pflegedienst besucht. Aber wie ist das an Feiertagen?

Ich setze ins Poesiealbum folgenden Eintrag:

Ich mache mir so langsam Sorgen.
Vor zwei Tagen las ich von Dir.
Es war nicht möglich, anzurufen.
BESETZT ist ständig, glaube mir.

Auch heute ist es ganz genau so.
Ich schrieb dir gestern eine mail.
Vielleicht liegt nur der Hörer schief.
Was ist nur los? Ruf an! Erzähl!

Hat jemand mit Marianne
gestern oder heute telefoniert?

Eine besorgte Christine

 Eine Dame aus dem Müsterland hatte die Idee, im Telefonbuch nach Menschen zu suchen, die in der Nähe wohnten. Es gelang ihr auch, die Nummer eines Nachbarn zu finden, aber auch bei ihm war besetzt. ZUFALL?

Gegen Abend komme ich heim, sehe auf meinem Anrufbeantworter drei Anrufe.

Ich höre eine Stimme aus Bayern. Es ist Heidi aus München.

Sie wurde in der Zwischenzeit tätig.

Sie rief eine andere Frau an, die in der Nähe der betagten Dame in Krefeld wohnt.

Diese wiederum verständigte die Polizei.

Es muss ein schöner Schreck gewesen sein, als Sturm geklingelt wurde.

Hier zu lesen von besagter Dame:

 

An die netten Besorgten von heute...

Wenn mich
auch sehr erschreckte,
weil Polizei
aus tiefem Schlaf mich weckte,
so ist’s doch allzeit gut,
wenn jemand etwas tut.

So danke ich allen,
die sich bemühten,
wenn auch
meine Wangen glühten..

Den rechten Eindruck konnt’
ich schwerlich hinterlassen-
ungewaschen, unfrisiert,
im Mundwinkel dazu
ein Rinnsal Schokolade.

Der Anblick war nicht würdig
einer militärischen Parade.

Mein Spiegel
hat davon berichtet...
„Der Fall“ jedoch hat sich gelichtet...

An diesem Tag waren viele Einträge im Poesiealbum. Hier konnte ich wie in einem Protokoll nachlesen, was alles unternommen wurde.

..Liebe FA-Freunde,

Marianne geht es soweit gut!

Danke auch an die Engel
in Krefeld!

Sie wird sich bestimmt bald
melden,
das Telefon ist wieder eingehängt,
es war nicht richtig in der Gabel.

Gruß von Heidi

 

 Eine Gemeinschaft ist wie ein Schiff:
Jeder sollte bereit sein, das Ruder zu übernehmen.

(Henrik Ibsen)

Heute hat sich gezeigt, das PA (Poesiealbum)  kann eine ganz tolle Gemeinschaft sein.
Der Anstoß kam von Christine und Heidi und Angie haben ganz toll reagiert. Das war SUPER!!!
Herzlichen Dank schreibt Monika aus dem Münsterland.

 

 

WILLST DU NOCH....

 

Willst du noch mal zwanzig sein?

Da fällt dir spontan doch ein:

Noch mal jung sein, wär’ nicht schlecht.

Doch du hättest nicht das Recht,

 

dich ganz anders zu entscheiden.

Nein, du müsstest alles Leiden,

noch einmal genau durchleben.

Lohnt es sich, das Jugendstreben?

 

© C.W.

Kater Wusel, der ist schlau,

kennt die Tarnung ganz genau.

Nahm ihm weg das Federbett.

Das fand Kater gar nicht nett.

wühlte jetzt die  braunen Kissen.

Wollte nicht die Weichheit missen.

Darauf schlief er stundenlang.

Und es war ihm gar nicht bang,

Denn er weiß, dass ich ihn mag.

besucht er mich doch jeden Tag. 

© C.W.

 

SEHE GERNE

 

Sehe gerne Liebesfilme.

Sind am Ende alle froh.

Eine Traumwelt wird gezeigt.

Wünschte es mir ebenso.

 

Versetze mich in diese Welt.

Möchte auch  die Liebe spüren.

Den Genuss der Liebesfreuden,

mich im Rausche ganz verlieren.

 

Weiß ich doch von meinem Leben,

dass die Liebe nicht verbleibt.

Sich im Lauf der vielen Jahre,

manches Mal sogar zerreibt.

 

Liebesfilme gehen tief.

Manche Tränen da entstehen.

Männer sind da etwas anders.

Kann sogar ihr LÄCHELN sehen.

 

©  C.W.

MAI 07

 

MAIKÜSSCHEN

 

Maiküsschen schick ich heute

hinaus in diese Welt.

Und hoffe ganz von Herzen,

dass die Idee gefällt.

Ganz zart auf deine Wange.

Vertreibt es Weh und Bange.

So soll es unter Menschen sein.

Sammle selbst Maiküsschen ein.

© C.W.

 

SONNTAGSFRIEDE  

Sonntag grüßt besonders freundlich.
Blau der Himmel, wo man schaut.
Gärten, Wiesen schön und lieblich.
weißer Flieder, wie 'ne Braut

strahlen seine weiße Blüten.
Lächeln jedem freundlich an.
Sonntagsfriede, Sonntagsfreude
wünsche ich heut' Jedermann.

© C.W.

DIE PUSTEBLUME

 

Nimm einfach eine Pusteblume.

Und blase kräftig mal darauf.

Pust einfach deine Sorgen fort.

Sie nehmen ihren Lauf.

Schau ihnen nach.

Dein Kopf wird frei.

Der Wind trägt sie weit fort.

Noch einmal kräftig blase wild.

Viel Kindheitsfreud’ dabei.

© C.W.

APRIL 07

 

AUF DEM GMUNDNERBERG

 

Berge ragen in den Himmel.

Unten ruht der stille See.

Schaue dankbar zu den Wolken.

In mir spüre ich kein Weh.

 

Wind bläst alte Sorgen fort.

Bleibt nur ewig dort verschwunden,

denn auf dieser großen Welt

wird der Mensch genug geschunden.

 

C.W.



ALTER MANN

 

Alter Mann träumt von der Jugend.

Sucht noch mal ein junges Weib.

M�öchte sie sogar noch freien.

Jugend, ach, bei mir verbleib.

 

Trügerisch sind die Gedanken.

Deine Jugend ist dahin.

Was nützt dir der Traum von Jugend?

War einmal, so sagt der Sinn.

 

Sucht nach Jugend, Sucht nach Liebe.

Tut nur weh, bringt Unruh Dir.

Glück vielleicht für paar Sekunden.

Langes Leid, das glaube mir.

 

C.W.

KARFREITAG

 

Ein kleines Opfer will ich bringen

Am Leidenstag den Herrn.

Den Berg hinauf will ich mich quälen.

Früher tat ich das gern.

 

Doch heute geht’s nicht mehr so gut.

Den Grund erwähn ich nicht.

Es strengt schon an, so steil bergauf.

Man sieht’s im Angesicht.

 

Doch nichts dagegen ist mein Leid,

das Jesus musste tragen.

Er trug sein Kreuz ganz ohne Schuld.

Man hörte ihn nicht klagen.

 

So manche wollten rächen sich

An diesem braven Mann.

Es war Bestimmung, glaube ich.

Verstehen ich’s nicht kann.

 

C.W.




OSTERSTRAUSS

 

Ich traf ein Mädchen auf der Wiese.

Sie pflückte einen Strauß.

Sie hielt den Frühling in der Hand.

Und trug ihn stolz nach Haus.

 

„Für wen ist dieser Blumenstrauß?“

War meine Frag’ an sie.

„Die Oma kriegt den Osterstrauß“.

Sie mir ein Lächeln lieh.

 

„Da wird die Oma glücklich sein,“

erwiderte ich froh.

Und ich verspürte im Moment

Die Freude ebenso.

 

C.W.


DER KINDERSCHUH IM SEE

 

Der Kinderschuh flog in den See.

Was konnte man da machen?

Ein Besenstil, der musste her.

Das wäre doch zum Lachen,

 

wenn man nicht mit Geschick, Gefühl

den Schuh nicht könnte angeln.

Doch leicht gesagt, es war sehr schwer

Ihn aus dem See zu hangeln.

 

Ein Trick war nötig, dass der Schuh

Gehalten wird vom Stil.

Ein kleines Stöckchen musste her,

dass er nicht runter fiel.

 

So sah das wie ein Haken aus.

Und nun war es ganz leicht.

Der Schuh am Besenstil nun hielt.

Das Ziel war schnell erreicht.

 

C.W

 

MÄRZ 2007

 

Sonntagsstille

 

Ich liebe die Zeit, wo alles noch ruht.

die meisten noch schlafen,

sich kaum etwas tut.

So friedlich kommt mir die Natur grade vor.

Kein Laut dringt momentan an mein Ohr.

Ich nenne sie Sonntagsstille, so schön.

Kennst du sie denn auch?

Kannst du das verstehn?

 

© C.W.

 

FRÜHLINGSFREUDE

 

Der Aprikosenbaum am Haus,

er kann es kaum erwarten.

Macht seine Blütenblätter auf.

In meinem schönen Garten.

 

Er will als erster rosa blühen.

Kann man es ihm verdenken?

Vielleicht will er mir heute gar

viel Frühlingsfreude schenken?

 

© C.W.

 

 

EINGEBUNDEN

 

Eingebunden in Familie,

gibt dem Menschen einen Halt.

Wenn sich eine schwere Zeit,

sich dein Herz zusammenballt.

 

Eingebunden in das Leben.

Trotzdem auch noch frei zu sein.

Da fällt mir die goldene Mitte,

Wohlgefühl und Freude ein.

 

Eingebunden in die Liebe,

die nur GOTT Dir geben kann.

Der dich sicher nie enttäuscht.

Frei verschenkt an jedermann.

 

© C.W.

 

 

GARTENMÖBEL

 

Hell ist es draußen, hell auch drin.

Da kommt mir plötzlich ihn den Sinn:

Was könnte ich denn tun von Nutzen?

Soll ich denn heut die Fenster putzen?

 

Ich gehe erst mal in den Garten.

Das Fensterputzen kann noch warten.

Besuche Damen im Kaffee.

Erzählen von viel  Ach und Weh.

 

Dann geh ich fröhlich wieder heim.

Mache noch schnell den kleinen Reim.

Hole hervor die Gartenbank,

und putze Tisch und Stühle blank.

 

© C.W.

 

WECHSEL

Heute scheint für dich die Sonne.
Morgen kann es anders sein.
Deshalb freue dich, wenn's schön ist.
Wenn du traurig bist, dann wein.

Die Natur zeigt uns den Wechsel,
den auch wir so oft verspüren.
Hoffnung hält uns stets am Leben.
Die darf man nie ganz verlieren.

© C.W.

 

 

Du Frühling, reich mir deine Hand.

Bist voller Kraft und neuem Mut.

Malst Blumen, Blätter, zauberhaft.

Erneuerung, die tut uns gut.

 

Du bist ein wahrer Zauberer.

Gibst Herzen wieder Schwung.

und manches schon geschwächte Herz,

wird plötzlich wieder jung.

 

Dann fängt es laut zu singen an.

Hast Lebensfreud’ geweckt.

Bei manchen dauert sie nicht lang.

Hast du es nur geneckt?

 

© C.W.

FRÜHLINGSTRAUM

 

Unter Palmen möcht’ ich wandeln.

Wäre so ein Frühlingstraum.

Palmen, Sonne, blauer Himmel.

Blaues Meer, so weit der Raum.

 

Kann mich mit der Dame freuen,

die mir diesen Gruß geschickt.

Konnte so Mallorca schauen.

Hat mich frühlingshaft entzückt.

 

© C.W.

 

FRAG DOCH MAL.....

 

Soll die Frau beim Kleinkind bleiben?

Soll sie in die Arbeitswelt?

Frag doch mal dein liebes Kindlein,

was es von der Sache hält.

 

Reißt es aus dem Schlafe raus.

Hektisch schon, so früh am Morgen.

Frühstück gibt es ganz geschwind.

Hat dabei auch noch die Sorgen,

ob auch alles klappt im Hort.

Flücht’ger Kuss, dann muss sie fort.

 

Wenn das Kind würde gefragt,

hätte es ganz laut gesagt:

„Mama, du sollst bei mir bleiben.

Werden uns die Zeit vertreiben.

So ein Tag ist wunderschön.

Komm, lass uns zum Einkauf gehen.

 

Dann werd’ ich  ne Weile spielen,

Dabei pudelwohl mich fühlen.

Dich kann ich so alles fragen.

Und du wirst mir Liebes sagen.

Laufe immer zu dir hin.

Weil ich schon dein Großer bin.

 

Brauchst du mich auch in der Küche?

Liebe diese Wohlgerüche.“

Darf schon kosten. Mama lacht.

Hab’ ihr keinen Stress gemacht.

 

© C.W.

 

 

FEBRUAR 2007

 

FÜR JEDEN EIN BLÜMCHEN

 

Für jeden ein Blümchen zum Valentinstag.

Damit will ich sagen, dass ich alle mag.

Der eine liebt Rosen, der andere Nelken.

Egal welche Blume, sie alle verwelken.

Die Zuneigung soll aber immer bestehen.

Dazu braucht es einen Hauch von Verstehen.

Und Toleranz ganz, ganz groß geschrieben.

So kann man die Vielfalt der Menschen auch lieben.

 

© C.W.

DAS STRUMPFBAND

 

Der Strumpf, der rutscht heut fürchterlich.

Was soll ich da nur machen?

Das wäre doch gelacht, wenn ich

dagegen könnt’ nichts machen.

 

Ein Bändchen muss natürlich her.

Doch wie soll ich es binden?

Ich kann noch keine Schleife fein.

Wen soll ich jetzt schnell finden?

 

Ein Knoten ist doch auch nicht schlecht.

Den kann ich aber schon.

Ruck zuck, bind ich das Bändchen fest

und renne froh davon.

 

© C.W.

 

Die Bank, wo wir uns trafen,

die Bank, auf der wir saßen.

Sie hörte flüstern, sah liebkosen.

Im Herbst umringt vom Duft der Rosen.

 

Sie speicherte das junge Glück.

Gibt jetzt im Alter noch zurück.

Mir ist dadurch so gar nicht bang.

Ich glaub’, es reicht ein Leben lang.

 

© C.W.

 

STILLE

 

Ich lebe manchmal still.

Bin gern für mich allein.

Es muss nicht viel passieren.

Ein Tee, ein Brot schmeckt fein.

 

Betrachte mir im Freien

so manches, was da liegt.

ein Stein, ein Holz, ein Blatt,

und schon bin ich gebückt.

 

So kehrt die Ruhe ein

Der Mensch, er braucht nicht viel.

Zufriedenheit tut gut.

Bestimmt ein lohnend Ziel.

 

© C.W.

 

ZEIT

 

Auch mal Zeit für sich zu haben,

ist Erfahrung köstlich mir.

Erst im Alter mir beschert.

Sicher geht es auch so Dir.

 

Seele baumelt, träumt von Zeiten,

wo sie gar nicht träumen konnt.

Diese Ruhe, einfach herrlich

zu erleben, wirklich lohnt.

 

© C.W.

 

JANUAR 

 

FREUNDSCHAFT

 

Obwohl ich dich nicht kenne.

kann ich mich mit dir freuen.

Auch teile ich dein Leid,

wenn du’s mich wissen lässt.

Ich mache es desgleichen

und werde dir berichten.

So halten wir uns beide

die Freundschaft lange fest.

 

© C.W.

 

 

PALATSCHINKEN

 

Ein Hauch von Teig.

Ein Gaumenschmaus.

Wer kann da  widerstehen?

Ich sah diese Verführung pur

in meiner Heimat stehen.

 

Nun ratet mal,  wie heißt das Land,

das Gaumen kitzeln kann?

Es wurde mir charmant serviert.

Ich denke gerne dran.

 

© C.W.

DIE STILLE

 

Weihnachtsschmuck ist weggepackt,

in Kisten und Kästen.

Jedes Jahr mehr.

Doch im Herzen ist es nicht leer.

Da klingt etwas nach.

Ein gutes Gefühl.

Wenn vorbei ist das Menschengewühl.

Die Stille ist es, die zurück geblieben,

die täglich uns sagt: Hört nicht auf zu lieben.

 

© C.W.

 

MORGENLÄCHELN

 

Der Sonne Lächeln wärmt mein Herz.

Ich lächele zurück.

Mein Lächeln bleibt auf dem Gesicht.

Ein jeder spürt vom Glück,

 

der mir früh übern Weg schon läuft.

Ein fröhlich Guten Morgen.

So mancher denkt bestimmt daran:

Hat die denn keine Sorgen?

 

Er schaut verdutzt. Grüßt kurz zurück.

Verzieht’s Gesicht dabei.

Ich strahle weiter, bin vergnügt.

Und schon ist er vorbei.

 

© C.W.

 

 LÖWENZAHN

 

Ich möchte heißen Hasenzahn,

denn ständig beißen Hasen an.

Sie rupfen mir mein grünes Kleid.

Glaub mir, das bin ich wirklich leid.

Und wenn ich zeig die gelbe Blüte,

da kommen, ach du meine Güte,

die Bienen täglich angeschwirrt.

Vom Summen bin ich ganz verwirrt.

Das schlimmste kommt noch,

stell dir vor.

Ich hör ein Muh an meinem Ohr,

und als ich plötzlich aufgeschaut,

da war ich ja schon halb verdaut.

Die Kuh fraß mich ganz ohne Zahn.

Ich fang wieder zu wachsen an.

So geht das fort das ganze Jahr.

Doch wenn ich nicht gefressen war,

dann zaubert mir sie warme Zeit

ein Pusteblumen-Fallschirmkleid.

Der Wind trägt kleine Schirmchen fort.

Auf Wiesen, Gärten, vielerort.

Deshalb gibt es den Löwenzahn.

Gar viele haben Spaß daran.

Doch mancher Gärtner reißt mich aus.

und wirft mich aus dem Park hinaus.

Doch nicht mit mir, dem Löwenzahn.

Ich fang’ erneut zu wachsen an.

 

© C.W.

 

LÖWENZAHN 1

 

Der kleine dicke Löwenzahn,

fragt heut bei seiner Mama an:

„Warum heiß ich den Löwenzahn?

Es beißt doch gar keine Löwe an.

Kann ich mal einen Leu erspähen.

Beim Brüllen seine Zähne sehen?“

 

Bewundernd ihres Winzlings Mut.

Ja, sie versteht es wirklich gut,

ihm zu erklären diesen Namen

und wie sie alle darauf kamen

 

„Du heißt deshalb mein Löwenzahn.

Bist stark so wie ein Löwenmann.

Hast starke Wurzeln, wie ein Haus.

Dich reißt so schnell kein Sturm heraus.

Und deine Blätter sind wie Zähne.

Dir fehlt nur noch die Löwenmähne.“

 

© C.W.

ZWEISAMKEIT 

 

Katze auf dem Aufsichtsturm

Vogel singt ihr froh ein Lied.

Jeder ist darüber froh,

dass es einen andern gibt.

 

Ja, das ist die Unterhaltung,

die ein jeder dringend braucht.

Auch wenn manchmal Katze Tini

ordentlich ihn angefaucht.

 

Das nimmt er ihr gar nicht übel.

Trä�llert früh sein Morgenlied.

Zupft gar manchmal an dem Schwänzchen,

wenn es in den Käfig sieht.

 

Aufgepasst, du Katze Tini.

Vogel nimmt sich sonst ein Stück.

Und ich glaube, das ist gut,.

wenn du ziehst den Schwanz zurück.

 

© C.W.

LIEBESBAND  

 

Und immer wieder lese ich von Liebesleid.

Ich hab es selbst erfahren.

So manchmal kommt es in mir hoch.

Ob es vergeht in vielen,  langen Jahren?

 

Ich lasse mir die Freude nicht mehr rauben.

Es gibt viel Lohnenswertes auf der Welt.

Du dummes Herz, dem ständig nachzutrauern,

ist doch vergebens, wenn das Band nicht hält.

 

©  C.W.

 

 

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