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JAHRESMIX 2015

 

DEZEMBER 2015

DER BLAUE VOGEL

 

Der blaue Vogel singt ein Lied

für Menschen, die ihn hören.

Nicht jeder nimmt sich Zeit dazu.

Lässt sich von ihm nicht stören.

 

Er singt von Liebe, Menschlichkeit.

Gerad’ in dieser Zeit.

Berichtet dem, der’s  hören will,

von vieler Menschen Leid.

 

Er singt von Frieden, ist erschöpft.

Am Ende sinkt er nieder.

Doch schon am nächsten Tage früh,

hört man ihn singen wieder.

 

© C.W.

 

EIN HERZ WIE ES SEIN SOLL

 

Das dachte ich bei jenem gestrigen Erlebnis, und das kam so.

Ich war fürchterlich erkältet, hustete in einer Tour, und es hörte sich wirklich schlimm an.

Meine Enkelin, bereits 10 Jahre alt, gab mir gute Ratschläge, deren positive Wirkung sie im Laufe ihres kurzen Lebens schon am eigenen Leibe zu spüren bekam.

„Oma, du musst dich mit Zwiebelsaft einreiben. Das hilft, dann hört der Husten auf.“

Ja, Oma fallen bei ihr selbst oft die einfachsten Dinge nicht ein. Sonst ist sie immer fix bei der Hand mit ihren Ratschlägen. „Oder, du gehst in die

Apotheke und kaufst dir Hustensaft.“

Dabei holte sie 3 Euro aus ihrer Manteltasche, die sie sich in der Früh bei Opa verdient hat, denn sie ist die kleine Krankenschwester,

die Opa täglich die Augentropfen verabreicht.

Oma machte große Augen, denn damit hatte sie nicht gerechnet. „Reicht das?“ fragte die Kleine.

„Der Hustensaft kostet sicher noch einmal so viel“, plapperte Oma unüberlegt daher. „Ich werde mir morgen einen in der Apotheke kaufen.“

Oma wurde es ganz warm ums Herz, denn das hätte sie von ihrer Enkelin gar nicht erwartet. Mitfühlende Herzen sind eine Seltenheit geworden.

Am nächsten Tag, als die Kleine wieder Oma besuchte, holte sie wieder drei Euro aus der Manteltasche und gab sie ihr mit den Worten:

„Jetzt wird das Geld sicher für den Hustensaft reichen.“

Oma nickte und drehte sich weg, denn sie hatte feuchte Augen bekommen.                        

 

 

C.W.

 

PAUSE IM ADVENT

 

Die kleine Pause im Advent,

die gönnen wir uns gern.

Die Tassen stehen schon bereit.

Im Hintergrund der Weihnachtsstern.

 

Es ist die Zeit der Stille.

Natur ruht sich jetzt aus.

Und wir genießen froh

Die Wärme in dem Haus.

 

Man spricht von dem Geschehen,

das, was uns all bewegt.

Die Bitte leis nach oben,

dass Trauer, Leid sich legt.

 

© C.W .

 

 

WEIHNACHTSGRÜSSE

 

Weihnachtsgrüße, engelsgleich,

schweben heute durch die Luft.

Sie verbreiten noch dazu

angenehmen Weihnachtsduft.

 

Ist für jeden was dabei,

Bratapfel und Tannengrün.

Anis, Zimt und Vielerlei,

Plätzchenduft durch Räume ziehn.

 

Jedes Jahr verspür den Zauber

dieser ganz besond’ren Zeit.

Kindheitsbilder werden klarer,

auch wenn diese Zeit schon weit.

 

© C.W.

 

 

FREUDENSPRUNG

 

Sechs Sorten liegen auf dem Teller.

Die ersten in dem Jahr.

Das Herz macht einen Freudensprung

als es die Plätzchen sah.

 

Geschenkt von einer lieben Frau,

die es nun mal versteht,

dass im Advent besonderer Duft

uns um die  Nase weht.

 

Es sind die kleinen Dinge oft.

Das Herz beginnt zu schwärmen

und kann sich leicht an Kleinigkeiten

so richtig toll erwärmen.

 

© C.W.

 

 

 

NOVEMBER 2015

 

ALLERHEILIGEN

 

November, traurig fängt er an.

Mit Allerheil’gen, Allerseelen.

Gedenken an Verstorbene.

Du kannst aber auch Schönes wählen,

 

indem du denkst, an fröhlich Dinge,

die du gemeinsam hast erlebt.

Stellst dir nun vor, der Tote ruht.

Das tut dir gut, dir Stimmung hebt.

 

Muss nicht mehr kämpfen hier auf Erden.

Ging nur voraus, hat’s hinter sich.

Selbstmitleid schiebe weit von Dir.

Nur das kann auch beruh’gen dich.

 

© C.W .

 

TRÜBER NOVEMBER

 

Novembermonat  ist  oft trüb.

Die Zeit nicht sehr beliebt.

Für mich ist er zur Ruh bestimmt,

weil es den Nebel gibt.

 

Da sieht man nur so schemenhaft,

wie in der Träumerei.

Mir kommt jetzt alles leiser vor.

Es ist wie Zauberei.

 

Natur lebt in der Ruhezeit.

Sie schlummert, lebt uns vor,

was auch für uns am besten wär’,

zu legen sich auf’s Ohr.

 

© C.W .

 

SONNTAGSGEDANKEN

 

Kaum zu glauben, aber wahr.

November Sonntag wunderbar.

Mild, so wie ein Frühlingstag.

Temp’ratur wie ich sie mag.

 

Schaue kurz mal in den Garten,

ob noch Blumen auf mich warten.

Vöglein sitzen in den Zweigen.

So, als wollten sie sich zeigen

 

und genießen diesen Tag.

So wie ich, gar keine Frag.

 

© C.W .

OKTOBER  2015

 

UNTER EINEM DACH

Phantasiegeschichte v.  Christine Wolny

 

 

Bei einem Klassentreffen im kleinen Kreise wurde darüber diskutiert, ob man denn im Alter nicht noch näher zusammen rücken könnte.

 

Und so entstand diese Geschichte.

 

Wir könnten zusammen in ein Haus ziehen. Das wäre die Lösung. Die meisten schmunzelten darüber, doch sie fanden die Idee gar nicht so schlecht.

Warum nicht? Man könnte es doch wenigstens probieren.

Einer der Klassenkameraden erklärte sich bereit, einen Plan zu entwerfen und die Kosten zu berechnen. Schließlich muss man wissen, ob man sich so einen Luxus überhaupt leisten kann.

Doch jeder hat in seinem Leben gespart, und so müsste es eigentlich realisierbar sein. Es sollte ein Haus mit einem kleinen Garten sein, das Haus natürlich in einer schönen Wohnlage.

Jeder würde ein eigenes Zimmer selbstverständlich mit Toilette und Dusche bekommen, für alle gleich groß, und im Erdgeschoss würde ein großer Raum

zum jeweiligen Beisammensein zur Verfügung stehen. Die Lage der Zimmer muss ausgelost werden, um im Vorfeld Streitigkeiten zu vermeiden.

Nur das Stockwerk darf  jeder wählen und zwar zwischen erstem und zweitem. Das Haus sollte noch über drei Reservewohneinheiten verfügen,

falls es sich noch jemand überlegte und zu der lustigen Gruppe, sprich Wohngemeinschaft ziehen wollte.

 

Es könnte ja sein, dass Ingrid aus Amerika zu uns kommt und für eine längere Zeit bei uns wohnen will. Dafür wäre die Reservewohnung wie geschaffen.

Jeder hatte neue Vorschläge, es machte richtig Spaß, dieses gemeinsame Planen.

Die Frauen dachten gleich an bestimmte Möbel, die sie unbedingt mitnehmen wollen. Die Wand müsste dreieinhalb Meter lang sein, damit der schöne Schlafzimmerschrank,

der doch noch so gut ist, auch hinein passt.

Die Männer dachten an ganz andere Dinge. Sie sprachen über Isolierung, Unterkellerung und Dachbelag. Das war für die Frauen nicht so wichtig.

Für sie war das Thema Küche viel interessanter. Wer würde kochen? Wer würde waschen, wer bügeln? Jeder darf das machen, was ihm liegt. Nicht schlecht.

Oder? Wer würde putzen? Die Frauen würden den Männern helfen und umgekehrt. Und ein Hausmeister müsste her, nein, am besten zwei.

Schließlich soll ja nicht alles an einem hängen. Wer übernimmt diesen Posten?

 

Es wurden Horst und Norbert gewählt. Sie machten erst große Augen und schluckten, sagten aber nicht nein. Da wussten sich alle in guten Händen.

Was tun, wenn das Fenster klemmt, die Tür quietscht, die Lampe nicht brennt, der Wasserhahn tropft, das Wasser in der Dusche nicht richtig abläuft, die Waschmaschine schlecht schleudert, ein Bild aufgehängt werden muss?

 

Die beiden sind ständig mit einem Werkzeugkoffer hinter her. Sie werden allerdings von den Damen viel gelobt mit den Worten: „Ach wenn wir

Euch nicht hätten“, und das tut wiederum gut. Und die Damen überlegen, was sie für die beiden guten Hausgeister tun könnten.

So bekommen sie oft das Lieblingsgericht gekocht, und den anderen Herren, die durch ihre Muskelkraft behilflich sind, sei es beim Möbelrücken

oder sonstigem, geht es genau so. Auch sie werden verwöhnt.

Das Frühstück wird im großen Zimmer eingenommen. Nur wer lieber im Bett frühstückt, der soll auch diesen Wunsch erfüllt bekommen.

Aber gemeinsam schmeckt es besser.

Die Herren, die nicht so lange schlafen können, lesen bereits die Tageszeitungen und können beim Frühstücken schon druckfrische Neuigkeiten servieren.

Apropos frisch. Natürlich gibt es jeden Tag frische Brötchen. Dafür hat sich ein Frühaufsteher zur Verfügung gestellt. Es wird auch auf persönliche Wünsche eingegangen.

Es gibt Müsli, frisches Obst, Eier mit Schinken, Vollkornbrot, alles, was das Herz begehrt.

Eine der Damen, mit Namen Helga, erstellte die Hausordnung. Ja, auch das muss es geben. Schließlich handelt es sich um ein ordentliches Haus.

Helga organisiert noch viel mehr.

Sie spricht Themen an, die einfach wichtig sind. Sie hilft beim Ausfüllen von Formalitäten und übernimmt die Buchhaltung.

Schließlich muss das Geld verwaltet werden, und alle vertrauen ihr.

Gudrun liest abends manchmal eine „Gute Nacht Geschichte“ vor und den meisten schmeckt das Gläschen Wein. Die Herren ziehen Bier vor.

Viele gehen danach ins Bett.

Andere wiederum wollen noch gewisse Nachtfilme sehen.

 

Manchmal gibt es einen Liederabend, an dem gemeinsam gesungen wird.

Sah ein Knab ein Röslein stehn…

Ännchen von Tharau, ist die mir gefällt….

Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum....

Diese Lieder stehen auf dem Programm. Die meisten können sogar noch die zweite Strophe, denn sie haben sie bei Lehrer Kolb als Kinder oft genug gesungen.

Ein Kerzenlicht sorgt für angenehme Stimmung.

 

Ingrid krempelt oft die Ärmel hoch und schafft Ordnung. Sie sieht Dinge, die andere nicht so wahr nehmen. Sie ist der gute Geist des Hauses.

Sie versorgt kleine Wunden, ersetzt fast einen Arzt, denn mit ihrem Wissen über chinesische Medizin und über die Heilung durch Edelsteine kann sie manchem Zipperlein entgegen wirken.

 

 

Gerlinde ist für abgerissene Knöpfe, für Flicken und Nähen und kaputte Socken der Männer zuständig. (Natürlich nur, wenn diese frisch gewaschen sind.)

Und wenn eine Hose oder ein Rock gekürzt werden muss, ist es für sie auch kein Problem.

 

Christine ist für die Pflanzen in Haus und Garten zuständig. Sie wühlt jeden Tag im Garten herum. Sie pflanzt und gießt und sorgt immer für frische Blumen im gemeinsamen Zimmer. Bäume ausreißen kann sie allerdings nicht mehr, auch keine Sträucher mehr. Es reicht nur noch zum Unkraut ausreißen.

 

 

Auch wenn einer nicht mehr recht laufen kann, ist ein Rollstuhl da. Keiner muss dann alleine im Haus bleiben. Er kommt mit, auch wenn es über Stock und Stein geht. 

Sogar Haustiere dürfen in dem gemeinsamen Haus gehalten werden. Einer bringt seinen Vogel  mit, ein anderer wieder seine Katze. Auch kleine Hunde sind erlaubt.

Und was das Schöne ist, in dieser WG verstehen sich sogar die Tiere.

 

Weihnachten wäre dann auch keiner alleine. Wer sich nicht an seine Kinder hängen will, bleibt eben am Heiligabend in der WG. Viele Kinder sind erleichtert,

wenn sie ihre Mutter oder den Vater so gut aufgehoben wissen. Da muss sich kein schlechtes Gewissen einstellen. Und die Alten lassen keine Wehmut aufkommen.

Und wenn wirklich mal einer den „Moralischen“ kriegt, sind genügend nette Kameraden da, um ihn wieder aufzurichten.

 

Ein Auto ist für notwendige Einkäufe und Fahrten zum Arzt vorhanden. Karli, der jahrelang in leitender Stellung bei Opel war, hat es günstig besorgt.

Er pflegt und hegt es und ist der freundliche Chauffeur. Es ist also an alles gedacht.

 

Und wenn Geburtstag ist, dann gibt es eine besondere Torte, gebacken von Rosemarie.

Feste gibt es genug zu feiern. Dazu fällt jedem etwas ein.

 

Ursel, die in der Modebranche tätig war, kümmert sich darum, dass die Damen und Herren immer adrett gekleidet sind. Ihr tut es weh,

wenn die Farbe des Halstuches nicht mit der restlichen Garderobe harmoniert und der Schlips nicht zu Hemd und Hose passt. Da greift sie mit Takt ein.

 

Die andere Ursel sorgt dafür, dass auch kulturell etwas unternommen wird. Sie studiert das Theaterprogramm, besorgt die Karten und kümmert sich um die Fahrgelegenheit.

 

Karin und Karola planen gemeinsame Unternehmungen. Mit dem Bus an den Rhein, zu Fuß nach Mönchbruch, Thermalbad in Bad Homburg, Wandern im Taunus,

Flug nach Mallorca und noch vieles mehr. Es wird nicht langweilig. Ständig ist was los. So soll es sein. Das ist Leben!

 

Und wenn nach diesem Bericht noch jemand Lust auf die WG bekommen hat, wie gesagt, es sind noch Wohnungen frei.

 

HERBST

 

Der Herbst liebt auch die zarten Farben.

Das macht ihn mir so liebenswert.

Beruhigend wirkt er auf mich ein,

der laue Wind, der Sonnenschein,

 

der nicht mehr brennt auf meiner Haut.

Nur wärmt, ein Wohlgefühl mir bringt.

Im Inneren ein fröhlich Lied

von gelben Stoppelfeldern singt.

 

© C.W.

SEPTEMBER 2015

 

EIN STACHELIGES ETWAS

 

 

Ein stacheliges Etwas.

Ich find’ es zauberhaft.

Die Tröpfchen sitzen fest.

Der Regen hat’s  geschafft.

 

Sie glitzern in der Sonne.

Den Diamanten gleich.

Ich kann es gar nicht glauben.

Natur beschenkt uns reich.

 

© C.W. 

 

SOMMER UND HERBST

 

Sie verstehen sich die Farben.

Sommer, Herbst vertragen sich.

Auch wir zwei sind gute Freunde.

Das betrifft uns, Dich und mich.

 

Keiner denkt: Du gibst mir was.

Jetzt muss ich mir überlegen,

wie ich dir auch Gutes tu.

Unerwartet kommt der Segen.

 

© C.W.

 

 

ERSTER MALVERSUCH

 

Der Herbst bei einem Malversuch.

Die Farbenmischung rot, gelb, braun.

Gelungen ist das schöne Blatt.

Kann den erstaunten  Augen traun.

 

Bewunderung, die stellt sich ein

beim ersten Anblick ganz vermehrt.

Jedoch auch später macht es Spaß.

Die Freude, sie ist nie verkehrt.

 

 

© C.W.

 

 

 

HERBST

 

 

Der Herbst liebt auch die zarten Farben.

Das macht ihn mir so liebenswert.

Beruhigend wirkt er auf mich ein,

der laue Wind, der Sonnenschein,

 

der nicht mehr brennt auf meiner Haut.

Nur wärmt, ein Wohlgefühl mir bringt.

Im Inneren ein fröhlich Lied

von gelben Stoppelfeldern singt.

 


 

AUGUST 2015

 

SOMMERTRAUM

 

 

Sommer, Sonne, Strandkorb leer.

Jetzt fehlt nur noch Sand und Meer.

Doch wo nehm’ ich das bloß her?

 

Kein Problem, ich werde träumen.

Sommerfreuden  nicht versäumen.

 

© C.W. 

 

 

SOMMERFREUDEN

 

Der Sommer gibt noch einmal Gas.

Und wir, wir müssen mit.

So mancher stöhnt,

das stört ihn nicht.

Er ist so richtig fit.

 

Mach’s dir gemütlich, liebes Kind.

Spann auf den Sonnenschirm

Dann brenne ich dir nicht so toll

auf dein geplagtes Hirn.

 

Trink etwas Kühles, iss ein Eis.

Es gibt so schöne Sachen,

die jetzt im Sommer, glaube mir

viel Freud den Menschen machen.

 

 

© C.W.

 

 

 

JULI 2015

 

DER LIEBE KRAFT

 

Wir wollen spürn der Liebe Kraft,

die es auch immer wieder schafft,

den Alltag zu verschönen.

Wir lassen uns verwöhnen,

Ein liebes Wort, freundlich HALLO.

Das braucht der Mensch.

Es macht ihn froh.

 

© C.W.

 

 

 

INNEHALTEN

 

Glocken läuten, halte inne,

denn die Zeit entgleitet mir.

Wenn ich immer nur marschiere,

viele Pausen ich verlier.

 

Diese Augenblicke zählen,

sind der Seele zugedacht.

Weiß, dass Glücksmomente fließen

Und mein Inn’res hüpft und lacht.

 

© C.W. 

 

 

 

JUNI

 

JUNISTRAUSS

 

Gemischt aus Feld und Garten.

Es blüht jetzt überall.

Der Ginster und der Flieder,

der Mohn in großer Zahl.

 

Die kleine Überraschung

Für ein Geburtstagskind.

Liebt wilde, bunte Sträuße,

zerzaust vom lauen Wind.

 

© C.W,

 

 

 

FRÖHLICH DURCH DEN TAG

 

 

Heute wird ein schöner Tag.

Das sage ich mir laut.

Es könnte alles schlimmer sein.

Mein Leben mir vertraut.

 

So geh ich fröhlich durch den Tag.

Schau mir das Schöne an.

Es ist so viel auf unserm Weg,

das ich entdecken kann.  

 

© C.W.

 


 

DIE GARTENZEIT

 

Der Mai sagte ADE.

Die Wochen, sie enteilen.

Hat uns viel Pracht gezeigt.

Ich möchte noch verweilen

 

beim Flieder, roten Mohn.

Zu früh verwelkt er schon.

Zum Glück gibt es die Rosen,

die uns anschließend liebkosen.

 

Den ganzen Sommer lang.

So wird es mir nicht bang.

Viel Schönes hält bereit

Das Jahr, die Gartenzeit.

 

© C.W.

 

 

MAI

 

DER MAIBAUM

 

Da flattern sie wieder,

die Bänder im Wind.

So bunt und so schön

Wie Blumen nur sind.

 

Ein Lied auf den Lippen.

Ein Vogel singt mit.

Beflügelt das Laufen.

Schnell wird der Schritt.

 

Das Herz will auch fliegen.

Will spüren die Lieb

Und sammelt das ein,

was übrig noch blieb.

 

© C.W.

 

 

MUTTERTAG

 

Muttertag kann nur gelingen,

wenn die Herzen sich verstehn.

Reicht nicht nur das Blumenbringen,

kurz zu bleiben und dann  Gehn.

 

Mutterherz ist sehr sensibel.

Spürt, wenn’s nur ein Pflichtbesuch.

Dann erst wird es richtig traurig,

und sie greift zum Taschentuch.

 

Aber erst, wenn sie alleine,

kämpft sie manche lange Nacht,

bis der Schmerz wieder verschwunden.

Herz beruhigt, Frieden lacht.

 

© C.W.

 


 

PFINGSTROSENTANZ

 

Das schönste Kleid aus ihrem Schrank.

Ein Rosa und Schneeweiß.

Gleicht einem Tanzkleid mit viel Tüll.

Die Pfingstrose, sie weiß,

 

zu kleiden sich im Monat Mai.

Sie weiß von ihrer Pracht.

Darin tanzt sie den halben Mai

und nicht nur eine Nacht.

 

© C.W.

 

APRIL

EINE KLEINE OSTERFREUDE

 

Eine kleine Osterfreude

habe ich für dich gemacht.

Etwas Wolle und ein Bändchen.

Hoffe, dass dein Herze lacht.

 

Sind es doch die Kleinigkeiten,

die uns immer wieder freun.

Ei bleibt warm, ne Weile länger.

Ja, es wird dich nicht gereun.

 

Ziehst du ihm das Strümpflein an.

Lächelst du, denkst lieb an mich.

Und beim Stricken dachte ich

einen Abend auch an Dich.

 

© C.W.

 

OSTERNEST

 

Noch heute mag ich bunte Eier.

Bewundere das Osternest.

Empfinde dabei immer Freude.

Es ist für mich ein Jugendtest.

 

Ja, innerlich ein Kind geblieben.

Auch wenn die Haare anders sind.

Die Haut, die Glieder in den Jahren,

nicht mehr so frisch sind wie beim Kind.

 

Doch jung ist mir der Sinn geblieben.

Das ist für mich ein groß’ Gewinn.

Ein Zeichen, dass nicht alles altert

und ich noch stets die Gleiche bin.

 

© C.W.

 

MÄRZ

 

EIN KROKÜSSCHEN

 

 

Ein Kroküsschen,

eines der lieblichen Art,

schenkte Herrn Winter

zum Abschied nen Kuss.

Winkte ihm,

warf ihm ein Handküsschen zu.

So war's für ihn

ein gelungener Schluss.

 

Er zog nun von dannen.

Nicht grimmig wie sonst.

Das Küsschen, das hat ihn gewärmt.

Sein Blick ist gelöst.

So kennt man ihn kaum.

Von wegen, er sei ganz verhärmt.

 

© C.W.

KRANKES HUHN

 

Ein armes Huhn,

es ächzt und krächzt.

Hat keine Stimme mehr.

Von weitem sieht man ihm schon an,

Geschehn ist ein Malheur.

 

Das Huhn ist krank.

Was fehlt ihm nur?

Es will alleine sein.

Die anderen gar ratlos sind.

Es fällt ihnen nichts ein.

 

So legt das Huhn sich in sein Nest.

Schläft vor Erschöpfung ein.

Drei Tage blieb es dort zurück.

Sogar bei Sonnenschein.

 

Mal blinzelte es rechts, auch links.

Dann wankte es hinaus.

Der erste Ausflug war geplant,

die Wiese hinterm Haus.

 

Die frische Luft, die tat ihm gut.

Der Hunger stellt sich ein.

Dann suchte es die andern auf.

So lang war es allein.

 

© C.W.

 

FEBRUAR

 

WÄRME

 

Frühling hole ich ins Haus.

Kann es nicht erwarten

bis die ersten Tulpen blühn.

Schlafen noch im Garten.

 

Ja, der Mensch sehnt sich nach Wärme.

Ganz egal woher.

Zu lang ohne Sonnenlicht,

fühlt er sich ganz leer.

 

Deshalb werd’ zum Sonnenstrahl,

wenn es grau und kalt.

Schick ein liebes Wort hinaus.

Dankbar Jung und Alt.

 

© C.W.

 

FRÜHLINGSSEHNEN

 

Habe mir ein wenig Frühling

 aus dem Treibhaus mitgebracht.

Wenn ich aus dem Fenster sehe,

leise meine Seele lacht.

 

Draußen liegt der Schnee auf Bäumen.

Hält sich an den Ästen fest.

Drinnen blühen Frühlingsboten;

Für die Augen schon ein Fest.

 

Müssen uns den Frühling malen

auf ein weißes Blatt Papier.

Und ich schaue in den Winter.

Doch der Frühling ist in mir.

 

C.W.

 

 

JANUAR

 

ALLTAG

 

Wie am Schnürchen läuft das Jahr.

So wie ich es gerne mag.

Feiertage sind vorbei.

Frage nicht mehr: „Was für Tag

 

ist denn heute?“ Jetzt ist klar,

heut’ ist Freitag,

dann der Samstag.

Sonntag folgt darauf, wie wahr.

 

Das bringt uns nicht durcheinander.

Feiertage zwar recht schön.

Aber auch im Alltag kann ich

Täglich etwas Schönes sehn.

 

©  C.W.

 

DIE SCHNEEROSE

Erfreue mich an diesen Rosen,
die um die Winterzeit erblühn.
Ich will euch damit herzlich grüßen.
Ihr sollt die schöne Pflanze sehn.

Will damit jenes Herz erfreuen,
das Blumen liebt, genau wie ich.
Schneerose, bist die Allerschönste
im weißen Kleide, königlich.

© C.W.

 

 

 

 

                                                                                                                  

 

 

 

 

 

 

 

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